Mathematische Physik beim Hausbau anwenden

Filed Under (Mathematische Physik) by Redakteur on 02-09-2010

Die mathematische Physik ist auch nicht nur Teil der Wissenschaft als solche, sondern im Alltag viel mehr zugegen, als man sich das vorstellen kann. So kommt sie zum Beispiel auch bei Bauvorhaben zur Anwendung, denn stellt man erst nach Fertigstellung eines Gebäudes fest, dass die physikalischen Gesetze übergangen wurden, ist dies viel zu spät. Alles, was für einen Hausbau an Statik und sonstigen physikalischen Gesetzen angewandt werden muss, ergibt sich aus Berechnungen, die im ersten Abschnitt des Bauvorhabens angestellt werden, nämlich, während der Plan gezeichnet wird. Manche Ideen von Bauherren sind sicher spektakulär und sehen sehr toll aus. Dabei macht die Physik aber manchen Dingen einfach einen Strich durch die Rechnung, weil die Vorhaben einfach viel zu teuer oder gar nicht realisierbar sind.

An Faktoren für die Berechnungen kommen Dichte von den unterschiedlichsten Materialien in Frage. Kann eine Mauer aus Steinen gefertigt werden oder ist Beton die bessere Wahl, um die Stabilität und Tragkraft des Gemäuers zu gewährleisten? Solche und andere Fragen stellen sich die Verantwortlichen in jedem Fall eines Hausbaus. Die Breite und Größe von Fenstern, die Stärke der Decken zwischen den Stockwerken und viele andere Einzelheiten sind zu berücksichtigen. Am deutlichsten werden die physikalischen Berechnungen bei den riesigen Bauprojekten rund um die Wolkenkratzer und Prachtbauten, wie man sie zum Beispiel in Dubai vorfindet. Passieren hier Fehler in den Planungen und Berechnungen, kann dies verheerende Folgen haben, die sich auf die Stabilität und somit die Nutzbarkeit der milliardenschweren Bauvorhaben auswirken könnte. Das hat wirtschaftliche Konsequenzen, die man nicht verantworten kann. Jeder Architekt muss also zugleich auch ein wenig Physiker sein, der es sich anhand von Formeln aus der Formelsammlung und Daten ausrechnen kann, ob ein Vorhaben in die Tat umzusetzen ist, oder nicht, beziehungsweise welche zusätzlichen Maßnahmen noch benötigt werden.

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