Geophysik arbeitet mit Bohrungen
Filed Under (Geophysik) by Redakteur on 05-07-2010
Um die Physik der Erde, denn nichts anderes besagt der Begriff Geophysik, zu untersuchen, sind sehr oft Bohrungen erforderlich. Sehr oft muss an einem Ort die Erdwärme unter einer gewissen Schicht ermittelt werden. Auch der Magnetismus der Erde ist an vielen Stellen interessant. Die Anziehungskraft des blauen Planeten zu erforschen, ist ebenfalls ein Teilgebiet der Geophysik.
Was sich unter einem Baugrundstück, unterhalb einer Deponie oder auch unter dem Meeresboden befindet, kann von entscheidender Wichtigkeit sein, was die Gefahr von Erdbeben, aber auch die Durchführbarkeit von Bauvorhaben und anderen Kriterien betrifft. Da man nicht einfach ein Röntgengerät aufstellen kann, um etliche Meter in Richtung des Erdkerns die einzelnen Schichten zu untersuchen, müssen Bohrungen vorgenommen werden. Nicht nur, um Bodenschätze, allem voran Erdöl und Erdgas, zu finden, sondern zum Beispiel auch, um Autobahnen mit Brücken und Zugstrecken zu errichten, sind diese Bohrungen erforderlich.
Die Erdkruste besteht nicht einfach aus den einzelnen Schichten, die sich über die Jahre einfach gebildet haben. Es befinden sich auch Fremdkörper zwischen den Schichten, ebenso, wie sich Vermischungen ergeben. Auch die genaue Lage von Grundwasser, Höhlen und besonders massiven und dichten Gesteinen muss erkannt werden, bevor zum Beispiel eine tonnenschwere Betonbrücke, über die eine stark frequentierte Autobahn verläuft, gebaut werden kann. In wie weit Bodenschätze abbaubar sind, ob zum Beispiel eine ungünstige Umgebung den Abbau verkompliziert und anderes sind weitere Analysen, die durch Bohrungen und daraus resultierende Ergebnisse belegt werden können. Die Bohrungen kosten natürlich aufgrund der Schwere der Maschinen eine Menge Geld und werden nur vorgenommen, wenn wirklich wichtige Vorhaben realisiert werden sollen.
